CSU-Fraktion unterliegt in der Debatte um den “Freisinger Advent”

Autor: Eschenbacher, Datum: 26. Februar 2010
Veröffentlicht in CSU Fraktion, ,

Am vergangenen Montag wurde der Antrag der CSU-Fraktion, die Verwaltung möge Möglichkeiten finden, den Freisinger Advent auf den Marienplatz zu verlegen, abgelehnt.
In dem Antrag hatten wir unsere Befürchtungen, einen ordentlichen Adventsmarkt an der Oberen Hauptstrasse auf Dauer nicht mehr durchführen zu können, formuliert.
Hier der Inhalt unseres Antrags:

In den vergangenen zwei Jahren hat die Stadt Freising den Freisinger Advent nach Ansicht der CSU-Fraktion sehr ordentlich geführt und ein hervorragendes Kulturprogramm auf die Beine gestellt. Auch die überarbeiteten Hütten hat der Bauhof sehr gut in Form gebracht.

Einzig der Standort wird in unseren Augen zu Recht von Manchem kritisiert. Eine Institution wie ein Christkindl- oder Adventsmarkt sollte in einer Stadt wie Freising auf dem zentralsten Platz statt finden, dem Marienplatz, und einen ähnlich hohe Stellenwert wie das Uferlos-Festival im Frühjahr, das Altstadtfest im Sommer und das Volksfest im Herbst als herausragendes Kulturereignis geniessen! Sollten wir dieses entsprechend forcieren wollen, werden wir unseres Erachtens nicht um die Diskussion herum kommen, den Adventsmarkt in die “gute Stube Freisings” zu verlegen. Dies bedeutet nicht zuletzt die Chance, ein größeres Angebot an hochwertigen Beschickern zu bekommen.

Gleichwohl ist uns die Bedeutung des Wochenmarkts für die Stadt bewusst, genauso die Problematik mit dem Verkehr mittwochs. Für letzteres halten wir aber eine Sperrung der Hauptstrasse auch unter der Woche für denkbar. Vielleicht gibt es auch Möglichkeiten den Markt in die obere Altstadt zu verlegen. Auch den bisherigen Christkindlmarkt des Treffpunkt halten wir für integrierbar.

Daher beantragen wir, dass die Verwaltung beauftragt wird, Möglichkeiten zu finden, den Freisinger Advent auf dem Marienplatz statt finden zu lassen und dieses auch in der derzeitigen Ausschreibung nachzutragen, um letztendlich einen adäquaten Bewerber finden zu können.

Statt nach Möglichkeiten zu suchen, wie wir beantragt hatten, wurde dem Hauptausschuss eine Sammlung an ablehnenden Stellungnahmen vorgelegt, weshalb es nicht machbar sein sollte.

Leider hatte sich deshalb auch die Furcht vor Veränderungen gegen Neue Denkansätze durchgesetzt und somit letztendlich nur noch eine Möglichkeit, die mit erheblichen Kosten für die Stadt verbunden ist, abgezeichnet.
Jetzt sind die Verantwortlichen gefragt, ob sie in den sauren Apfel beißen wollen, und Geld für ein weiteres Event an der Oberen Hauptstrasse ausgeben, oder in Freising gänzlich auf einen Adventsmarkt verzichten wollen.

<< Zurück zur Übersicht

5 Antworten zu “CSU-Fraktion unterliegt in der Debatte um den “Freisinger Advent””

  1. Friedhelm Wollust sagt:

    Ein Trauerspiel. Da können noch so viele Gremien tagen und sich Gedanken um die Zukiunft Freisings machen. Es wird wie immer sein. Nichts bewegt sich, nichts verändert sich. Alles bleibt wie es ist!

  2. Susanne Guenther sagt:

    Ich denke, erst im Zusammenhang mit der Öffnung der Moosach inklusive einer dauerhaften Fußgängerzone kann dieses Thema wieder dikutiert werden. Wollen wir hoffen, dass auch Freising mal auf den Trichter kommt, was eine (Innen)Stadt lebenswert macht.

  3. Eschenbacher sagt:

    Liebe Frau Guenther,
    da bleibt uns derzeit wahrscheinlich auch nichts anderes übrig.
    Ich hoffe nur, dass der Freisinger Advent so lange durchhält und uns nicht vorher alle Marktbeschicker abspringen.
    Und auch hoffe ich, dass die Ergebnisse der Innenstadtkonzeption rasch umgesetzt werden und nicht wieder mit den Worten “man darf die Gewohnheiten und Strukturen der Bürger nicht stören” verhindert werden.
    (Das Zitat stammt übrigens aus der offiziellen Stellungnahme des EFI-Vorstands zur Verlegung des Weihnachtsmarktes - das sagt schon einiges…)

  4. Friedhelm Wollust sagt:

    Das ist ja nun schon alles sehr, sehr lange her. Wann erfährt man etwas Neues. Und zum Marcus Haus. Das tolle Treppenahaus und die eine Decke hätte man doch ausbauen und in einen Neubau integrieren können.
    Zu den Kasernen. Wir sollen mal festhalten, das Areal wurde auf Kredit gekauft. Gerade der Immobiliekauf auf Pump hat die Welt an den Abgrund gebracht. Heute sind wir einen Schritt weiter.
    Wurde der Abruch überhaupt europaweit ausgeschrieben. Ein Stadtrat hat mir erzählt, die Kosten seien weit überzogen. Den Abruch hätte man viel billiger gekommen können.

  5. Friedhelm Wollust sagt:

    Leute, bald ist Ostern! Jetzt kümmert Euch gefälligst darum, dass diese Leiharbeit bei der Heilig-Geist-Stiftung aufhört. Die Leiharbeiter müssen den gleichen Lohn bekommen. Wollte Ihr denn alles den Linken überlasen.

Hinterlasse eine Antwort