CSU fordert einen “Tag der offenen Tür” im Marcushaus

Autor: Eschenbacher, Datum: 26. Dezember 2009
Veröffentlicht in CSU Fraktion, ,

Marcushaus FreisingDie Sanierung des „Marcushauses“ geht schön langsam ihrem Ende entgegen. Da es in den vergangenen Jahren, insbesondere in den vergangenen Wochen, immer wieder zu missverständlichen Äußerungen über das bedeutende Anwesen, seine Sanierung bzw. die Sanierungskosten gekommen ist, halten wir es für notwendig, der Freisinger Öffentlichkeit das Haus näher zu zeigen.

Wir schlagen daher vor, an einem Samstag im nächsten Jahr einen „Tag der offenen Tür im Marcushaus“ einzurichten. Der Termin sollte so gelegt werden, dass die Sanierung möglichst abgeschlossen, die neuen Nutzer aber noch nicht eingezogen sind. Wir stellen uns beispielsweise die Aufstellung einiger Tafeln zur Geschichte und Baugeschichte, aber auch zum Verlauf der Sanierung vor. Daneben sollte ein Führungsprogramm organisiert werden, das den interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen Überblick über die Vergangenheit des Hauses (Handelshaus, Kaufhaus, Vertreibung jüdischer Familien, etc.), aber auch über die schönen historischen Zeugnisse im Haus (Kassettendecke, gotische und barocke Dachstühle, originale Barockfenster, Jugendstilgeländer, etc.) bietet. Denkbar wäre es auch, ein Konzert zu veranstalten, entsprechend der Geschichte z.B. mit barocker und/oder jüdischer Musik.

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2 Antworten zu “CSU fordert einen “Tag der offenen Tür” im Marcushaus”

  1. Friedhelm Wollust sagt:

    Das ist ja toll. Die CSU befindet sich in Bayern und auch in Freising in einem rasanten Abwärtsflug und empfiiehlt nun eine Besichtigung des Marcus Hauses. Es geht doch jetzt um andere Dinge. Einsaparungen, Haushaltskonsolidierung und, ja, auch um Steigerung der Einnahmen. Dazu muss schon etwas kommen. Bis zur Bürgremeisterwahl ist es nicht mehr so lang. Ein Kandidat hat sich inzwischen schon selbst abgemeldet.

  2. Florian Notter sagt:

    Sehr geehrter Herr Wollust,

    ein wesentliches Kapital der Stadt Freising ist seine dichte und bedeutende historische Bausubstanz. Die Altstadt hat der letzte Krieg fast unversehrt belassen, das ist bei Altstädten in dieser Größenordnung im Vergleich eher selten. Deshalb ist es - neben vielen anderen Aufgaben - Freisings Pflicht, das schöne und wertvolle Stadtbild zu erhalten, die unangenehmen und kostenintensiven Begleiterscheinungen inbegriffen.

    Das Marcushaus samt seinen beiden hinteren Gebäuden stammt aus dem 16. bzw. 17. Jahrhundert und verfügt über eine interessante Ausstattung aus sämtlichen Jahrhunderten. Zu nennen wären hier eine spätgotische Kassettendecke, ein spätgotischer Dachstuhl, ein barocker Dachstuhl, origanle Barockfenster, ein über vier Geschosse reichendes Jugenstilgeländer, etc. Um den Bürgerinnen und Bürgern in Freising zu zeigen, was in diesem Haus, das ja auch deren Haus ist, steckt, um die bedeutende jüdische Geschichte des Hauses zu erklären, nicht zuletzt aber auch, um deutlich zu machen, warum man hier viel Geld investieren musste, haben wir einen “Tag der offenen Tür” beantragt. Hier kann sich jeder Interessierte selbst ein Bild machen.

    Aus einem - von jährlich sehr vielen Anträgen - der CSU-Fraktion jetzt unseren “Abwärtsflug” herauszulesen, erscheint mir zweifelhaft. Wir sind uns der Haushaltslage und möglicher Verbesserungen in der Vermarktung städtischer Werte, ebenso bewusst wie beispielsweise der Notwendigkeit einer vernünftigen Eissportanlage mit Dach, dem Bau und Unterhalt von Kindergärten und Schulen und eben auch einer Kulturpolitik, die einer Stadt wie Freising gerecht wird und Bürgerinnen und Bürger mitnimmt. Dazu gehören auch solche kleinen Projekte, wie die Präsentation einer sanierten öffentlichen Liegenschaft.

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