Pressemeldung: Ein Regionalmarketing macht nur Sinn mit einem Stadtmarketing

Autor: Fiedler, Datum: 17. April 2009
Veröffentlicht in CSU Fraktion, Fiedler, Pflüger, ,

Stadtmarketing FreisingPressemitteilung
von Reinhard Fiedler und Oliver Pflüger

Ein effektives Standortmarketing – und nichts anderes ist ein Regionalmarketing – basiert auf einem guten Stadtmarketingkonzept. Letzteres hat bisher in Freising gefehlt, so dass sich die CSU Stadträte Reinhard Fiedler und Oliver Pflüger mit dieser Problematik intensiv auseinander gesetzt haben.
Gemeinsam mit ihren Fraktionskollegen Hubert Hierl, Florian Notter und der Innenstadtkoordinatorin und Wirtschaftsreferentin Maria Lintl wurde an einem tragfähigen Unterbau zu einem ganzheitlichen Marketingkonzept gearbeitet.

Freising, 16.04.2009 – Das umstrittene Regionalmarketing unter dem Namen AIRFOLGSREGION wurde in der Vergangenheit von vielen Freisinger Stadträten kritisiert. Auch in der CSU Fraktion gab und gibt es Kritiker dieser Gemeinschaftswerbung, die zusammen mit der Stadt Erding, dem Landkreis Erding, dem Landkreis Freising und der FMG für mehr Bekanntheit wirbt. Problematisch sahen die Stadträte Fiedler und Pflüger vor allem die unzulängliche Umsetzung der bisherigen Aktionen. Die nachweislichen Vorzüge der Stadt Freising kamen beispielsweise beim aufwändig erstellten Imagefilm nicht heraus, die Präsentation und die Erfolgsbilanz auf der ITB und der Immobilienmesse Expo Real waren
umstritten.
Da in Freising eine zentrale Stelle für Marketingangelegenheiten fehlt und die anfallenden Aufgaben eher im Nebenbetrieb von der Verwaltung geleistet wurden ist nachvollziehbar, dass hier bisher keine erfolgreiche Marketingarbeit geleistet werden konnte. Schon seit längerem wird daher der Wunsch von Fiedler und Pflüger geäußert, hier bessere und professionellere Ansprechpartner aus der Stadt Freising
in diesen Umsetzungsprozess einzubringen.
Jedoch maßgeblich für den bisher nicht vorliegenden Erfolgsnachweis ist die Nichtexistenz eines eigenen Freisinger Stadtmarketings, des originären Unterbaus eines Regionalmarketings. Denn wie können potentielle Investoren, Reiseveranstalter und Aktivisten wie Vereine, Gastronomen und Künstler eigentlich den richtigen Ansprechpartner kontaktieren, wenn es keinen offiziellen Ansprechpartner gibt? So ist es verständlich und nachvollziehbar, dass es trotz vieler Ideen, Aktionen und Initiativen kein „Wir-Gefühl“ in Freising gibt, das letztlich aber entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung von Marketingmaßnahmen ist. Eine zentrale Stelle, die als Stadtmanagement fungiert und alle Aktivisten kennt und verknüpft, ist dringend erforderlich. Wenn diese Stelle in Kürze eingerichtet wird, ist
auch ein Regionalmarketing wieder sinnvoll und notwendig.
Durch ein funktionierendes Stadtmarketing kann sich die Stadt Freising auch im Regionalmarketing besser und zielgerichteter einbringen. Die Stadträte Fiedler und Pflüger werden sich daher dafür einsetzen, ein funktionierendes Stadtmarketingkonzept zu erarbeiten und dieses mit dem Regionalmarketing sinnvoll zu verbinden.
Hier werden sicher auch einige Ideen des Freisinger Gewerbeverbandes berücksichtigt werden, der als potentieller Partner in einem Public-Private-Partnership Modell fungieren könnte. Denn Ziel ist es, das Marketingbudget nicht nur aus dem städtischen Haushalt zu bestreiten, sondern auch auf Hilfen der Wirtschaft zurückzugreifen.
Nach ersten Gesprächen steht der Oberbürgermeister dem grundsätzlichen Plan aufgeschlossen gegenüber. So werden Fiedler und Pflüger weiter an der Ausarbeitung des Konzeptes arbeiten. Die beiden Stadträte wollen sich vor allem darüber klar werden, ob das Stadtmarketing in eine externe GmbH oder als Verein ausgegliedert oder als eigene Stabsstelle besetzt werden soll. Dies soll in vielen
Gesprächen mit zuständigen Personen in Städten geschehen, die bereits ein funktionierendes Stadtmarketing betreiben.

Download Pressmeldung: Stadtmarketing 16.04.2009

Update:

Bericht im Freisinger Tagblatt (20.04.2009): HIER

Bericht in der Freisinger SZ (21.04.2009): HIER

Bericht im Freisinger Tagblatt (24.04.2009): HIER

Bericht zum Abschluss der Debatte im Freisinger Tagblatt (29.04.2009): HIER, HIER und HIER

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22 Antworten zu “Pressemeldung: Ein Regionalmarketing macht nur Sinn mit einem Stadtmarketing”

  1. Friedhelm Wollust sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren!

    Der Begriff „marketing“ kommt von englisch to market, Handel treiben bzw. von Markt. Er umfasst alle betrieblichen Maßnahmen, die sich am so genannten Marktgeschehen orientieren und darauf gerichtet sind, den Absatz zu fördern.

    Obwohl es Ähnlichkeiten gibt, eine Stadt ist kein Unternehmen. Ein Unternehmen will Gewinne machen. Eine Stadt hat ganz andere Aufgaben. Der Begriff Marketing stammt aus der Unternehmens-Philosophie. Von diesem Begriff sollten sich Stadt, Parteien und Stadträte schleunigst verabschieden.

    Den Städten in Deutschland geht es schon lange nicht mehr um „Gewinnmaximierung“. Sie haben Mühe, ihre Ausgaben mit den Einnahmen zu bezahlen. Sie müssten auch ihre Schulden verringern. Aber daran ist ja noch gar nicht zu denken.

    Im Grunde geht es also darum, Werbung für die Stadt zu machen, um ihre Einnahmen zu steigern. Die Stadträte müssen nun wissen was sie wollen. Wollen Sie mehr Ansiedlungen von Gewerbetreibenden? Wollen Sie auch mehr Einwohner. Solche, die gute Einkommen haben. Dazu passt aber nicht, was die Heimatbeauftragten verkünden, dass durch die „Zuageroasten“ alles den Bach runter geht.

    Also, erst mal müssen klare Ziele formulieret. Wir haben noch gelernt, ohne Ziel stimmt jeder Weg. Was bisher gesagt wurde, sind Worte, unter denen man sich nichts vorstellen kann.

    Gut, Analyse des Ist-Zustandes ist schon erwähnt worden. Wie kann man die Stadt für Investoren, Arbeitssuchende, Touristen und Bewohner attraktiver machen. Es ist doch bekannt, dass sich viele Freisinger, darunter auch höchste Repräsentanten nach München, Freising und Erding beim Einkauf Orientieren. Warum? Ein neuer Kebab Laden in der Oberen Hauptstraße ist jedenfalls keine Attraktion.

    Beste Grüße
    Friedhelm Wollust

  2. Fiedler sagt:

    Analyse des Ist-Zustandes: Es gibt bereits etliche Studien dazu, die nicht nur sehr umfangreich sind, sondern auch viel Geld gekostet haben. Wir sollten nicht immer wieder bei Adam und Eva anfangen, sondern endlich dort weitermachen, wo irgendwann mal aufgehört wurde. Sonst kommen wir nie voran. Der nächste Schritt muss nach vorne gehen…

  3. Claudia Erbe sagt:

    Bravo Herr Fiedler, bravo Herr Pflügler,
    Ihre Kehrtwende in Sachen Airfolgsregion ist schon großartig !! Versprechen im Wahlkampf, die jetzt gebrochen werden, das Ganze als Kompromiss verkauft. Sie waren mir im Wahlkampf sympathisch, doch jetzt entdecke ich die stromlinienförmigen Politiker in Ihnen, nach dem Motto, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Der Kommentar vieler Leute, mit denen ich über dieses Thema geredet habe: Na ja, Politiker eben. Mit dieser Entscheidung haben Sie viel von dem Vertrauen in die Politik verspielt. Mein Tipp: bei künftigen Wahlkämpfen warm anziehen, den alle Ihre Versprechen werden genau hinterfragt, es könnten ja wieder “faule !?!” Kompromisse daraus werden. Meine Stimmen bekommen Sie jedenfalls nicht mehr !!!

  4. Fiedler sagt:

    Liebe Frau Erbe.
    1. Es ist noch keine Entscheidung gefallen. (Bitte informieren Sie sich genau!)
    2. Unser Grund der Ablehnung war das Nichtvorhandensein eines eigenen Stadtmarketings. Wenn dieses nun (auf unsere Forderungen hin!) nach unseren Vorstellungen ab 1.1. installiert wird, sind keine Ablehnungsgründe mehr vorhanden.

    Wo bitte sehen Sie da ein gebrochenes Wahlversprechen? Ich sehe es ganz andersrum: Wenn wir in Zukunft ein eigenes Marketing betreiben können, dann ist es einzig und allein Herrn Pflüger und mir zu verdanken.

    Ich verstehe ja, dass Sie das Thema erzürnt, aber diese Polemik bringt uns hier bestimmt nicht weiter. Wir werden am 30.04. so entscheiden, wie wir es für richtig halten (und was der Stadt am meisten bringen wird). Ob Sie uns wieder wählen oder nicht, ist mir persönlich da erst mal nicht so wichtig.

    P.S. Unter “stromlinienförmigen Politiker” verstehe ich jemanden, der so entscheidet, wie es für ihn am einfachsten ist und er keine Probleme zu erwarten hat. Das ist genau das Gegenteil von uns. Was verstehen Sie unter diesem Begriff?

    Viele Grüsse
    Reinhard Fiedler

  5. claudia erbe sagt:

    Herr Fiedler,
    Menschen, die anderer Meinung sind als Sie, versuchen als uninformiert hinzustellen, Totschlagargumente wie Polemik zu gebrauchen, zeigt auch eine ganze Menge.
    Fakt ist und bleibt, das in Ihrem Wahlprogramm expliziert stand, das Sie sowie Herr Pflüger gegen die Airfolgsregion sind, und sich, im Falle Ihrer Wahl, dafür einsetzten werden, aus dieser auszusteigen.
    Des Weiteren möchte ich Sie daran erinnern, das Sie als Volksvertreter gewählt wurden, das heißt Sie sollen das Volk vertreten, das Sie gewählt hat, aufgrund der Information, die Sie ihm gegeben haben.
    Und, richtig Herr Fiedler, Sie entscheiden so, wie es für Sie am einfachsten ist. Den Druck Ihrer Fraktion und Anderer im Stadtrat haben Sie nicht standgehalten.
    Aber dies zuzugeben, ist schwierig. Dann verkauft man dies doch lieber als Erfolg bzw. als Kompromiss. Andere Kollegen Ihrer Fraktion, die gegen einen Ausstieg sind, waren wenigstens ehrlich, und haben dies von Anfang an gesagt. Sie und Herr Pflügler jedoch nicht. Und das ist eine Tatsache, die auch Sie nicht schönreden können

  6. Fiedler sagt:

    Ich bleibe bei meiner oberen Argumentation. Auch durch weiteres Herumreden und Aufreihen von Halbwahrheiten kommen wir zu keinem Ergebnis. (Druck von Fraktion gibts nicht. Druck von Anderen im Stadtrat wird nur von den Grünen ausgeübt.)

    Im Allgemeinen bin ich aber tatsächlich höchst erstaunt über Ihre Fähigkeiten, meine Entscheidungen vorherzusehen. Ich weiss zumindest erst (frühestens) nach meinem Gespräch bei Herrn Thalhammer, wie ich mich entscheiden werde. Sie sollten Ihr Wissen bei solchen politischen Themen nicht allein aus den Tageszeitungen beziehen. Wenn Sie wirklich meine Einstellung zu verschiedenen Themen interessiert, können Sie mich in Zukunft gerne fragen. Wenn Sie nur Ihre vorgefasste Meinung darlegen wollen, können Sie natürlich gerne das Forum der CSU-Fraktion nutzen.

  7. A. Rieger sagt:

    “Claudia Erbe” von der Kreistagsliste der SPD? Ich verstehe die Welt nicht mehr?! Sie haben Fiedler und Pflüger gewählt? Zwei oder mehr Stimmen für die CSU-Liste? Und jetzt, wo sie die SPD-Fraktion beim Thema “Airfolgsregion” unterstützen, sind Sie sauer?! Muss man das verstehen?

  8. Claudia Erbe sagt:

    Herr Fiedler,
    ich wüßte nicht, das das Forum der CSU - Fraktion nur für Ja-Sager und Zujubler bestimmt ist. Ich dachte eigentlich, dieses Forum ist eingerichtet worden, um mit der Zeit mitzuhalten, und Leuten die Möglichkeit einzuräumen, ohne Komplikationen und schnell, Ihre Meinung den gewählten Volksvertretern nahezulegen. Das Kritik nur unter vier Augen möglich und erlaubt ist, war mir neu.
    Zu Ihnen Herr Rieger,
    ja genau Diejenige. Ich bin immer wieder überrascht, das Leute erstaunt sind, wenn man nicht betriebsblind und nur mit Parteibalken in den Augen rumrennt. Selbstverständlich nehme ich mir das Recht raus,ein Stadtparlament nicht nur nach Parteizugehörigkeit zu wählen ( wobei ich dachte, das Herr Fiedler und Herr Pflügler keiner Partei angehören), sondern mir die Menschen selbst auszusuchen. Des Weiteren erlaube ich mir meine eigene Meinung zu den einzelnen Themen durchaus. Mein Tipp für Sie: Probieren Sie es aus, macht Spaß und man kann weiterhin in den Spiegel schauen.

  9. A. Rieger sagt:

    Hallo Frau Erbe, “Frau Rieger”, genauer Angelika. Herr Fiedler und Herr Pflüger sind auch meinem Kenntnisstand keine Mitglieder der CSU, auch schrieb ich von “CSU-Liste” - bitte schauen Sie nochmals genau hin. Es ist interessant zu lesen, wie Sie konsequente politische Arbeit definieren. Mit der aktuellen Diskussion schaden Sie aber öffentlich Ihrer Partei bzw. der Fraktion Ihrer Partei im Stadtrat Freisings. Vielleicht sollten Sie diese Themen ersteinmal intern aufarbeiten, oder haben Sie dafür keine Möglichkeiten und müssen deshalb hier vom Leder ziehen? Argumentieren Sie bitte sachlich und lassen Sie uns mit diesem “typisch Politiker”, “Wahlversprechen” u.a. in Ruhe.

    Also meine Frage: Was ist Ihrer Meinung nahc so schlimm am Regionalmarketing?

  10. Fiedler sagt:

    Hallo Frau Erbe
    Zitat: Ich wüßte nicht, das das Forum der CSU - Fraktion nur für Ja-Sager und Zujubler bestimmt ist.

    Bitte lesen Sie doch wirklich mal genau durch, was andere schreiben. Das scheint hier allgemein ein Problem zu sein. Ich habe Sie ausdrücklich dazu eingeladen, Ihre Meinung hier bei der CSU der Allgemeinheit zu verkünden.
    Ich habe Ihnen aber auch gesagt, dass Sie sich manchmal vorher besser erkundigen sollten. Und dafür stehe ich jederzeit zur Verfügung. Die Presse allein ist da sicherlich nicht ausreichend. Aber wenn ich mir hier den “Diskussionsverlauf” durchlese, habe ich ehrlich gesagt nicht das Gefühl, dass Sie ernsthaft an meiner Meinung interessiert sind.

  11. Claudia Erbe sagt:

    Herr Fiedler,
    an Ihrer Meinung interessiert zu sein, gestaltet sich etwas schwierig, da sie sich ja immer wieder gravierend ändert! Oder sind Sie etwa in der Presse falsch zitiert worden? Am 30.04.2009 wissen wir mehr. Viele, unter anderem ich werden aber den weiteren Verlauf genau beobachten, das verspreche ich Ihnen.
    Frau Rieger,
    Sie sollten genauer hinschauen was geschrieben wird. Ich habe nicht geschrieben ob ich für, oder gegen die Airfolgsregion bin. Was mich allerdings masslos stört sind Menschen, die Versprechen brechen, nachdem sie ihr Ziel erreicht haben. Das scheint für Sie ja nicht schlimm zu sein, aber es gibt, Gott sei Dank, auch noch politisch interessierte Menschen, die auf solche Sachen wert legen. Ich finde es durchaus sachlich, wenn ich einem Politiker sage, das ich mit dieser Unehrlichkeit nicht umgehen kann.
    Es erschreckt mich aber ebenso, das Sie meinen, Diskussionen um bestimmte Themen, auch in der Öffentlichkeit, würden einer Partei schaden. Wie kommen den Sie zu einem Meinungsbild, wenn nicht durch Austausch von Meinungen? Da habe ich doch ein anderes Demokratieverständnis. Und machen Sie sich keine Sorgen, ich habe schon genügend Foren, in denen ich Themen aufarbeiten kann, hier scheint das jedoch nicht möglich zu sein. Schade eigentlich

  12. Arnold Franz sagt:

    Sehr geehrte Frau Erbe
    Als aussenstehender, der sich die Mühe macht, alle Kommentare hier durchzulesen, drängt sich mir der Verdacht auf, daß Sie nur Ihre eigenen Kommentare lesen, aber niemals die Kommentare der anderen. Ihre Texte gehen in keinster Weise auf die Punkte der anderen ein, im Gegenteil: Egal was gesagt und behauptet wird, Sie vertreten immer und immer wieder Ihre festgefahrende Meinung. Wenn Sie die Kommentare der anderen Personen ernst nehmen würden, müsste Sie eventuell Ihre eigene Meinung anpassen. Jetzt am Schluß geben Sie es zumindest zu: Sie haben gar kein ernsthaftes Interesse an der Meinung von Herrn Fiedler. Sie sind nur enttäuscht darüber, daß ein Politiker, den Sie gewählt haben, sich nun nicht so verhällt, wie Sie es persönlich gerne hätten.

  13. Freisinger sagt:

    Helmut Schmidt:
    „Neben Leidenschaft und Augenmaß sei das Verantwortungsbewusstsein die dritte kennzeichnende Eigenschaft des Politikers. Bleibt die Frage: Verantwortung gegenüber wem? Für mich ist nicht das wählende Volk die letzte Instanz, vor der ein Politiker sich zu verantworten hat. Für mich bleibt das eigene Gewissen die oberste Instanz.”

    Frau Erbe, nur weil Sie Herrn Fiedler gewählt haben, ist er bestimmt nicht Ihnen Rede und Antwort schuldig, schon gar nicht sollte er seine Entscheidung von Ihren Drängen und Anschuldigungen abhängig machen. Ich bin mir sicher, er und Herr Pflüger haben sich viele Gedanken gemacht. Die werden sich die Entscheidung nicht einfach gamacht haben und aus deren Sicht richtig abstimmen.

  14. A. Rieger sagt:

    Hallo Frau Erbe, Sie haben meine Frage nicht beantwortet, was zu einer sachlichen Diskussion zum Thema Airfolgsregion sicherlich beigetragen hätte. Wenn es Ihnen ausschließlich darum geht, gebrochene Wahlversprechen zu diskutieren, dann warten Sie die entsprechende Sitzung ersteinmal ab und nehmen Sie das Gesprächsangebot von Herrn Fiedler an. Da man Ihnen aber ein gewisses Interesse an den Sachthemen unterstellen darf, sprechen Sie doch mal mit Ihren Parteimitgliedern. Wenn die mehrheitlich gegen die Airfolgsregion stimmen, ist eventuell auch Ihr Ziel erreicht.

    > Wie kommen den Sie zu einem Meinungsbild, wenn nicht durch
    > Austausch von Meinungen?

    Darauf habe ich indirekt schon geantwortet - sprechen Sie mit Ihrer Partei bzw. mit den Fraktionsmitgliedern Ihrer Partei. Ich halte es in Bezug auf Ihre Kollegen nicht für fair über das Ausüben von öffentlichem Druck auf Mitglieder anderer Fraktion (auch wenn man mit “Wahlversprechen” argumentiert) die Stellung der eigenen Partei/Fraktion zu untergraben. Nichts anderes machen Sie hier, bewußt oder unbewußt.

  15. Oliver Pflüger sagt:

    Hallo zusammen,
    nachdem es hier doch sehr hitzig zugeht wollte ich mich auch kurz mal melden (ohne jetzt gleich wieder eine endlose Diskussion anzuzetteln:-).

    Grundsätzlich hatten Herr Fiedler und ich in der Tat im Wahlkampf keine gute Einstellung zur Airfolgsregion. Dies war jedoch zu einem hohen Prozentsatz durch den einfach unprofessionellen Aufbau innerhalb der Stadt Freising zu begründen. Ein Regionalmarketing hat zu diesem Zeitpunkt einfach keinen Sinn gemacht, wenn der ganze Unterbau in Form eines Stadtmarketings fehlt.
    >> Durch unser Abstimmungsverhalten im letzten Jahr haben wir die Verwaltung erst dazu gebracht aktiv über ein Stadtmarketing laut nachzudenken. Nun sieht es so aus, als würden wir dieses auch bekommen. Daher macht ein Regionalmarketing auch wieder Sinn (natürlich nur wenn es gut gemacht ist).

    Als Partner in der Airfolgsregion ist uns die FMG nicht der Liebste, das sage ich ganz offen. Auch der Name ist für mich nach wie vor unglücklich gewählt. Da jedoch schon ein paar Jahre Arbeit und auch einiges an Geld in das Regionalmarketing investiert worden sind, halten wir es für sinnvoller darauf nun aufzubauen als alles wieder einzustampfen um es zu einem späteren Zeitpunkt nochmals aus eigener Kraft mit neuen Partnern aufzubauen. Letzteres bliebe absolut offen. Die Grünen fordern zwar öffentlich ein Regionalmarketing, lassen allerdings offen mit wem sie dieses machen wollen. Wenn Freising als Stadt isoliert da steht wird es schwer werden geografisch naheliegende Partner zu finden. Ein Regionalmarketing würde daher aussichtslos bleiben.

    Noch kurz zu unseren Wahlversprechen: Wir haben stets hervorgehoben, dass wir die Stärken Freisings besser betonen wollen, also sehr an einer professionell aufgebauten Marketingstruktur interessiert sind. Wir haben aufgrund der angespannten Haushaltslage auch nicht daran geglaubt, dass wir zusätzlich ein Stadtmarketing zum Regionalmarketing bekommen. Wir haben lediglich daran gedacht die Gelder des Regionalmarketings in das Stadtmarketing umzuleiten. Daher sind wir eigentlich jetzt sogar in der Situation sagen zu können, mehr erreicht zu haben als wir versprochen haben. Innenstadt-, Stadt- und Regionalmarketing in einem. So einen Marketing-Ruck haben wir uns in Freising immer gewünscht aber eigentlich nicht zu träumen gewagt.

  16. Fiedler sagt:

    Bericht im Freisinger Tagblatt (24.04.2009): HIER

  17. Claudia Erbe sagt:

    Hallo Frau Rieger,
    um es ganz deutlich zu sagen, ich gehöre keiner Partei an, und untergrabe somit niemanden Stellung.
    Aber selbst wenn es anders wäre, würde ich meine Meinung vertreten, das gehört für mich zu meinen Verständnis einer Demokratie.
    Es ist aber sehr generös von Ihnen, sich so viele Sorgen um andere Parteien zu machen, das meine ich nicht sarkastisch.
    Herr Schmidt, Ihnen möchte ich sagen, das Sie recht haben. Herr Fiedler muss selbstverständlich nicht das machen, was ich will, nur weil er gewählt wurde.
    Ich finde nur, er sollte sich selbst treu bleiben, und hinter dem stehen, was ursprünglich seine Marschroute war, und woran er auch noch vor ein paar Wochen geglaubt hat ( letzte Abstimmung zu diesem Thema ).
    Und wenn dem nicht so ist, behalte ich mir als interessierter Wähler vor, das zu äußern und zu kritisieren.
    Ich sehe mich nämlich nicht als Stimmvieh.
    Um das ganze abzuschließen möchte ich noch auf den Kommentar von Herrn Kirchberger aus der heutigen SZ hinweisen.” Man kann eben alles drehen und wenden wie man will. Sogar Stadträte. Kleine Versprechen reichen oft schon. “

  18. Schneider sagt:

    Herr Fiedler könnte seine Gründe wohl in Stein meisseln, Sie würden die doch nicht gelten lassen (geschweige denn überhaupt lesen).

  19. Friedhelm Wollust sagt:

    Hallo, liebe Freunde!

    Bisher haben sich zu diesem Thema nur zwei Stadträte der CSU Fraktion geäußert. Sind die nun eigentlich inzwischen Mitglied der Partei geworden? Was denken denn die anderen Stadträte? Meine Fragen sind noch nicht beantwortet. Was soll durch das Stadtmarketing erreicht werden? Mehr Touristen anlocken. Dazu haben wir schon bei der Stadt genügend Einrichtungen und Personal. Mehr Handel, Gewerbe und Industrie für Freising interessieren. Ist bisher nur bescheiden gelungen. Um es mal klar zu sagen, dann muss man z.B. auch wie es Garching tut mit dem Flughafen werben. Mehr einkommensstarke Einwohner für Freising interessieren. Denen müsste man mehr bieten, als es die umliegenden Gemeinden und Städte tun, mit denen Freising konkuriert.

  20. Fiedler sagt:

    Sind die nun eigentlich inzwischen Mitglied der Partei geworden?
    —-> Nein

    Mehr Touristen anlocken. Dazu haben wir schon bei der Stadt genügend Einrichtungen und Personal.
    —-> Ganz bestimmt nicht. Das Personal in der Verwaltung ist mit den aktuellen Aufgaben mehr als ausgelastet.

    Mehr Handel, Gewerbe und Industrie für Freising interessieren. Ist bisher nur bescheiden gelungen.
    —-> Richtig. Mit dem momentanen Personal, das mit regulären Aufgaben mehr als ausgelastet ist, konnte diese wichtige Aufgabe bis jetzt nicht befriedigend in Angriff genommen werden.

    Darum kämpfen wir für eine eigene Stabsstelle.

  21. S.Manhart sagt:

    Sehr geehrte Frau Erbe!

    Herr Fiedler und Herr Pflüger haben nun an dieser Stelle und in mehreren Artikeln dargestellt, warum sie gegen das Regionalmarketing WAREN, und warum sich ihre Meinung mittlerweile (zumindest ein wenig) geändert hat: weil sich die Rahmenbedingungen bez. Stadtmarketing geändert haben. ICH kann das nachvollziehen und verstehe die Argumentation der beiden.

    Was ich nicht verstehe, sind Ihre Vorwürfe an Herren Fiedler und Pflüger! Die beiden als Quasi-Lügner und “stromlinienförmige Politiker” hinzustellen, die nach dem Erreichen ihrer Ziele alle ihre Versprechen brechen, halte ich für eine Unverschämtheit!

    1. Ich kenne die beiden immerhin ein bisschen und habe den Eindruck, dass sie selten mit dem Erreichten zufrieden sind, sondern immer wieder nach Wegen suchen, Dinge weiter voran zu treiben und zu verbessern.
    2. Die beiden sind aus meiner Sicht (als interessierter Freisinger Bürger und Wöchentlich-Zeitungsleser) die einzigen, die das Thema Stadt-/Regionalmarketing in der Öffentlichkeit weiter vorantreiben. Wie können Sie davon sprechen, dass die Herren nun nach “dem Erreichen der Ziele” klein bei geben würden? Ich sehe eher das Gegenteil.

    Das bedeutet nicht, dass ich mit den beiden immer und überall haargenau einer Meinung bin. Aber ich bin froh, dass sie im Stadtrat sind und man endlich auch als Nicht-Stadtrat das Gefühl hat, es gehe vorwärts in Sachen Innenstadt und Stadt-/Regionalmarketing.

    In der Hoffnung auf eine etwas konstruktivere Diskussion,
    S. Manhart

  22. Fiedler sagt:

    Heute erschien im Freisinger Tagblatt eine interessante Zusamenstellung unserer Forderungen, Ideen und Vorstellungen zum Thema Stadtmarketing inkl. Interview mit Herr OB Thalhammer: HIER

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