Leserbrief zum Wochenkommentar der Freisinger Süddeutschen Zeitung vom Sa./So, 5./6.
Dezember 2009
Wochenkommentar: „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…“
Mit Befremden habe ich den Kommentar zum „Anwachsen der städtischen Verwaltungsflächen“
zur Kenntnis genommen. Anscheinend ist zum Thema „Sanierung der städtischen Liegenschaften“
selbst der Presse der Rote Faden verloren gegangen. Deshalb möchte ich erinnern:
Mitte der 90iger Jahre waren die städtischen Verwaltungsgebäude ein Schandfleck für die
Innenstadt Freising, zugleich entstanden durch Fremdanmietungen monatlich sehr hohe Kosten. Der
Stadtrat hat sich daraufhin bei den Haushaltsberatungen einvernehmlich geeinigt:
1. Sanierung der eigenen Liegenschaften, Verbleib der Verwaltung in der Innenstadt,
behindertengerechte Zugänge und Vermeidung von Mietzahlungen für Verwaltungsflächen.
2. Verlegung der technischen Verwaltung aus dem Asamgebäudes um eine Sanierung andenken
zu können und Platz für die geforderten kulturellen Angebote zu schaffen.
Nach circa zehn Jahren befinden wir uns auf der Zielgeraden. Im Sinne der Bürger wird der
Haushalt entlastet durch hohe Energieeinsparungen, Wegfall der Mietzahlungen und Beantragung
von staatlichen Zuschüssen zur Modernisierung ( beim Wasserwirtschaftsamt waren es bisher ja
immerhin 1,2 Mio Euro). Es macht keinen Sinn einen politischen Zickzackkurs zu fahren und die
Überdachung der Eisfläche oder die Westtangente gegen die Liegenschaften auszuspielen. Kurz vor
dem Ziel sollte man den Roten Faden fest in der Hand behalten und man darf sich auch einmal über
die wirtschaftliche Sinnfälligkeit und die verbesserte Stadtgestalt freuen.
Gerne bin ich bereit im Rahmen der Innenstadtkonzeption mit mathematisch nachvollziehbarem
Zahlenmaterial „Licht ins DUNKEL“ des Wochenkommentars zu bringen, denn beim
Sanierungskonzept sind keine Flächenmehrungen für die Verwaltung vorgesehen. ( Keine
Anmietung mehr in der Johannisstraße, Aufgabe der Anmietung im Prätnerhaus, geplante Aufgabe
der Anmietung Laubenbräu, Umwandlung der Verwaltungsflächen im 1.OG Marcushaus zu
Verkaufsflächen, Rückführung des Archivs ins Wasserwirtschaftsamt, usw.)
Maria Lintl
Stadträtin,
Referentin für Innenstadtkoordination