Meine Rede “Überlegungen für die Kulturarbeit 2008 bis 2014″
Kurzfassung
Picasso:” Kultur wischt den Staub des Alltags von der Seele”
Ich möchte nicht Staubaufwirbler sondern Staubabwischer sein.
Eine Freude ist es an der Seite und mit Unterstützung eines so kunstsinnigen OB tätig sein zu dürfen.
Brauche das Rad nicht neu erfinden, Freising hat ein großes, vielfältiges Kulturangebot, manche meine es sei manchmal gar zuviel. Gibt es zuviel Kultur? Eher hörtman, der hat aber wenig Kultur.
Bestandsaufnahme, Wünsche, Vostellungen, Anliegen:
KULTURETAT
4,12 Mio Euro, 4% des Haushalts, das meist fest gebunden, wenig Spielraum für Kurzfristiges, Aktuelles, Spontanes! Nach Jahren eines Sparhaushaltes sollte mal wieder eine Steigerung möglich sein.
ATTRAKTIVITÄT DER INNENSTADT
Der Ruf Freisings beruht i,W, auf zwei Säulen: Domberg und Weihenstephan! Dabei hat Freising eine so wunderbare Altstadt. Doch wie sieht die aus? Es dominieren Autos und ein Sammelsurium von ein paar Parkplätzen, unattraktiven Ruhezonen, eine unzählige Zahl von Verkehrsschildern und versiegelte Wasserläufe. Vorschläge aus allen Fraktionen aus der jüngsten Zeit lassen hoffen. Eine Rolle spielen die städtischen Immobilien! Altes Rathaus, Amtsgericht, Wasserwirtschaftsamt, alles Gebäude, die für die Kultur nicht verfügbar sind. Mit dem Asamgebäude muß endlich ein Haus der Kultur entstehen mit dem Innenhof als Touristenmagnet mit Cafe und Geschäften für Souvenirs, Devotionalien und Freisinger Produkten.
TOURISMUSKONZEPT
Zitat aus der SZ: “Egal ob Dubai, London oder Shanghai - Kultur gilt längst als Motor einer Stadt,….Knallharte Volkswirtschaft schleicht sich da in die Kulturdebatten.” Auch für Freising kann unsere reiche Kultur ein Wirtschaftsfaktor sein., doch jeder macht noch seinen eigenen Stiefel. Vieles wird schon versucht, das Städtische Kulturamt leistet wertvollste Arbeit hierbei, ein Konzept aus einer Hand könnte helfen, Auch Freising muß halt etwas Geld buchstäblich in einen Markt der Zukunft investieren. Wir haben besste Voraussetzungen, erleben nach Domrenovierung, Papstbesuch und Glockenprojekt geradezu einen Boom, den dürfen wir nicht verschlafen. Ein Alarmzeichen: die Übernachtungszahlen im Landkreis Freising sind in letzten Jahr um 0,7% zurückgegangen.
PARTNERSCHAFTEN
Bestehende intensivieren durch Einführung eines Partnerschaftstages. Delegationen kommen i.R. an Festen, wo wenig Zeit bleibt, an der Bevölkerung gehen die Partnerbesuche weitestgehend vorbei.
LEUCHTTÜRME DOMBERG UND WEIHENSTEPHAN
Als ich vor 40 jahren nach Freising kam plegten Stadt und Nährberg ein distanzierte Nebeneinander. Vieles,ist mittlerweile besser geworden, OB Thalhammer hat eine intensive Zusammenarbeit entwickelt.Eine Sorge ist die Zukunft des Nährberges. Zug um Zug wandert die Wissenschaft ins Gelände am Fuße des Berges, die alten Gebäude bieten wenig Perspektiven für die Wiissenschaft. Überlegungen des “Vereins für Stadtbildpflege” in Richtung Konferenzzentzum und Hotel müssen wir vorantreiben. Der Nährberg als Sitz reiner Verwaltung, das wird der großen Tradition diese markanten Ortes im Stadtbild von Freising nicht gegrecht!
Unser größter Schatz, unser wichtigstes Kapital ist der DOMBERG mit seinen unzählichen Einrichtungen. Auf die aktive Mitwirkung des Domberges sind wir zwingend angewiesen, ja ein Stück weit sind wir davon abhängig. Vieles mehrt schon das Ansehen Freisings, die Freisinger Bischofskonferenz, das Kardinal-Döpfner-Haus, das Diözesanmuseum allein in den letzten Jahren mit den großen Ausstellungen zu Paudiß, den bayerischen Rembrandt und dem Wirken der Asams in Freising.Auch die Domblibliothek ist ein Juwel! Gemeinsam haben wir in den letzen jahren einiges verwiklicht. Das Glockenprojekt war ei Geschenk der Bürger der Stadt an Ihren Domberg, hinsichtlich des Domhofes und eines Ottobrunnens ist OB Thalhammer wiederum aktiv geworden Flexiblere Öffnungszeiten, ein Domladen und eine Gastronomie sollten ernsthaft angestrebt werden. Auch überregional könnten wir den Domberg noch bekannter machen. Was tun andere Städte? Rosenheim hat ein Opernfestival, Markt Schwaben Weiherfestspiele. Moosburg siehe da Rosenfestspiele und Landsberg nennt sich gar Festspielstadt. Das sind nur einige Beispiele! Wären Dombergfestspiele nicht eine wunderschöne Sache, den Einstieg mit dem ausgezeichneten Theatersommer auf dem Domberg haben wir ja schon. Einbeziehen könnte man den Dom, die Dombibliothek, das Diözesanmuseum, den Domhof und den Anger.
KIRCHEN
Aus meiner Berliner Erfahrung, wo man die Kirchen an den Rand der Gesellschaft gedrängt hat und Kreuzberger Nächte andie Stelle getreten sind, möchte ich den großen Beitrag der Kirchen im Bereich der Kulturarbeit einmal ansprechen und ausdrücklich herzlich danken.Wann ist Freising so schön wie am Fronleichnamstag
DER DRITTE UND DER VIERTE BERG
Die Umwandlung der Vimykaserne hat hier ein Schmuckstück entstehen lassen. Gleiches wollen wir bei der Steinkaserne hoffen. Hier sollten nicht nur Wohnungen entstehen, Gewerbegebiet, sondern Freisings Norden braucht auch ein Kulturzentrum, Hier könnte zudem etwas entstehen, was man in Freising noch gar nicht kennt:EIN WINTERSPIELPLATZ.Vielen Familien mit Kindern in beengten Wohnungen würde hier ein wenig Luft verschafft.
Mit dem SCHAFHOF könnte Freising ein 4. Kulturberg zuwachsen. Regional sind die Märkte, Johannis-, Trachten- und Adventsmarkt von Bedeutung. Bayernweit ist der Schafhof ein begehrter Kinferenzort. Unter der neuen künstlerischen Leitung besteht die Chance, daß hier ein Kunstzentrum von europäischen Rang entsteht.
ORTSTEILE
In unseren Ortsteilen wird von Kulturvereien wertvolle, vielfältige Kulturarbeit geleistet Unterstützende Begleitung der Stadt ist angesagt.Die Volkshochschule wird erstmals im Wintersemester 2008/1009 beginnen, in den Ortsteilen Veranstaltungen anzubieten.
KULTURVEREINE
Die wichtigste Säule in der Kulturarbeit in unserer Stadt sind die Kulrurvereine mit ihrem ehrenamtlichen Engagement, Sie bieten Kultur von höchster Qualität an und das in der Regel sehr kostengünstig. Gelegentlich gibt es Klagen über zu wenig Unterstützung und Kooperationsbereitschaft, dies sollten wir sehr ernstnehmen. Mein Wunsch wäre es im Zuge einer Etatsteigerung einen Kulturfond einzurichten, auch an eine Bürgerstiftung könnte man denken. Ansprechen möchte ich ausdrücklich die vielfältigen Aktivitäten im Bereich der Jugendkultur. Gerne werde ich die zusätzlichen Initiativen unserer jungen Stadträte unterstützend begleiten.
STÄDTISCHE KULTURARBEIT
Die zweite, wichtige Säule unserer Kulturarbeit ist die des städtischen Kulturamtes. Ausdrücklich möchte ich die hohe Qualität, das große Engagement würdigen.In unserem, von unserem Kulturamt wird beste Arbeit geleistet. Dennoch möchte ich an dieser Stelle das Prinzip der Subsidiarität strapazieren, nicht weil ich Dinge grundsätzlich infrage stelle. Aber der öffentlichen Verwaltung steht es gut an sich immer die Frage zu stellen:MÜSSEN WIR DAS SELBER MACHEN;ODER KÖNNEN DAS AUCH ANDERE; BILLIGER UND GENAU SO GUT.
Nun darf ich Sie alle, die Sie aufmerksam zugehört haben um gute Zusammenarbeit bitten. Für Ihren guten Rat, aber auch für den der Leser dieser Zeilen bin ich dankbar.
.